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Schienenlärm


Er wird in der 16. BImSchV geregelt. Dort findet sich die Richtlinie „Schall03“, nach der Schienenlärm zu berechnen ist. Ab dem 1.1.2015 gilt eine neue Fassung. Sie ist deutlich komplexer als die alte Fassung, bei der man noch mit einem Taschenrechner Ergebnisse erzielen konnte. Gleichzeitig wurde der sog. „Schienenbonus“ in Höhe von 5 dB für neue Planungsvorhaben abgeschafft. Es deutet sich an, dass die neue Schall03 geringfügig niedrigere Werte errechnet als die alte, sodass der Wegfall des Schienenbonus teilweise kompensiert wird.

Bemängelt werden muss u.a., dass nach wie vor kein Kriterium für Pegelspitzen festgelegt und dass der mittlere Schienenzustand nicht definiert wurde. Bahnanwohner wachen nachts von den einzelnen Vorbeifahrten, also den Pegelspitzen auf und nicht durch einen Mittelwert.

Anspruch auf Schallschutz besteht nur beim Neubau oder einer wesentlichen Änderung. Alle Sanierungsmaßnahmen sind daher freiwillig.

Die Große Koalition hat in ihrem Koalitionsvertrag festgelegt, dass bis zum Jahre 2016 mindestens die Hälfte und bis 2020 alle Güterwagen auf modernere, leisere Bremssysteme umgerüstet sein sollen. So wie es aussieht, wird das Ziel für 2016 nicht erreicht. Deshalb werden derzeit Maßnahmen, wie z.B. Geschwindigkeitsbeschränkungen oder Nachtfahrverbote für laute Züge diskutiert.

Durch die modernen Bremsen und weitere Maßnahmen sollen die Schallpegel an Bahnstrecken gegenüber dem Jahre 2013 um 10 dB gesenkt werden. Ob dieses Ziel erreicht wird?

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